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Beschreibungen
Audioaufnahmen Sind Sie auch so einer? Einer, der früher (lang, lang ist`s her) vor dem Radio geklebt hat, um nur ja nicht den Anfang eines Songs zu verpassen, um dann rechtzeitig die Aufnahmetaste des Tonbandgerätes zu drücken? Wie hat man sich geärgert, wenn der Moderator in die Aufnahme reingequatscht hat oder der Verkehrsfunk die Aufnahme unterbrochen hat. Die Aufnahmen wurden auf Kassetten oder auf Tonbändern archiviert und konnte natürlich nur in der aufgenommenen Reihenfolge abgespielt werden. Ich hatte damals ein Revox-Tonbandgerät und konnte stundenlang meine Lieblingssongs wiedergeben. Auch damals war die Tonqualität nicht schlecht. Heutzutage mache ich das am Computer. Im Web bekommt man so gut wie jeden Titel. Und das kostenlos und völlig legal. Mit digitaler Technik können die MP3- Aufnahmen geschnitten und qualitativ nachbearbeitet werden. Gespeichert wird auf Festplatte. Mittels eines Media-Players können alle Aufnahmen (ich habe mittlerweile mehrere Tausend) in beliebiger Reihenfolge oder nach dem Zufallsprinzip abgespielt werden. Die Tonqualität erreicht bei einer Aufnahmequalität von meist 192 KBit/s CD-Qualität. Da die Hörfähigkeit altersbedingt nachlässt, tun es mittlerweile auch schon mal 128 KBit/s. Man muss aber Zeit in die Aufnahmen stecken, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Ist halt ein Hobby. Nachstehend habe ich beschrieben, wie ich es mache. Manni 12.02.2017 Vorbereitung Alle Aufnahmen werden mittels einer Streaming-Software aus dem Internet geladen, nachbearbeitet und katalogisiert. Natürlich benötigt man eine Internetverbindung. Die Geschwindigkeit spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.Um die Aufnahmen in der von mir gewünschten Qualität herzustellen, verwende ich folgende Programme: Radio FX Link MP3 Gain Link MP3 Direct Cut Link MP3Tag Link Außerdem sollte man Ordner auf der Festplatte anlegen, in die die heruntergeladenen Songs bearbeitet und gespeichert werden. Radio FX Mit der Software Radio FX können Radioaufnahmen im MP3-Format aus dem Internet aufgezeichnet werden. Das ist legal, da man ja Gebühren zahlt. Ich verwende die Freeware- Version, mit der bis zu 4 Sender parallel aufgezeichnet werden können. Es werden ziemlich viele Sender aus diversen Genres angeboten. Natürlich kann man auch andere Software verwenden. Das Programm zeichnet während der Aufnahmezeit den gesamten Stream auf, kennzeichnet die aufgenommen Songs aber mit Titel, Interpret, Album und Spielzeit. Auch Nachrichten oder Hörspiele werden angezeigt. Nutzer können den Song während der Aufnahme wieder zurück spulen. Mit einem Klick auf einen Song können meist die Songtexte aufgerufen werden oder ein Link zum Musikvideo (sofern vorhanden) angeklickt werden. Alle Aufnahmen können im MP3-Format gespeichert werden. Die Aufnahmequalität hängt vom eingestellten Sender ab. Da der Schnitt der angezeigten Songs ziemlich grob ist, empfiehlt sich vor dem Speichern eine Nachbearbeitung. Dieser kann über das Kontextmenü im gekennzeichneten Song über Bearbeiten erfolgen. Die Installation der Software, die Einstellungen und die Bedienung sind im Artikel der PC-Welt gut beschrieben. Tutorial und Tipps Ich lasse das Programm meist an den Wochenenden 2-4 Stunden arbeiten und habe als Ergebnis von 4 gleichzeitig aufgenommenen Radiostationen mehr als 100 Songs. Aktuell zeichne ich die Sender Rockantenne, Delta Radion. Defjay und Oldies but Goldies auf. Alle Sender liefern Stream-Tags, die im Register Charts des gewählten Senders gelistet werden. Leider wird nicht zu jedem Song ein Streamtag geliefert. Will man auch nicht gelistete Songs identifizieren, kann das im Register Timeline erfolgen. Hier kann der gesamte Stream eines aufgezeichneten Senders vor- und zurückgespult werden. Die im Aufnahmezeitraum gespielten Titel können auf der Homepage des Senders in der Playlist gesucht und mittels der angegebenen Uhrzeit in der Timeline dem Song zugeordnet werden, den man hier auch grob ausschneiden kann. Nach der Aufnahmezeit prüfe ich, ob ich die gelisteten Songs schon besitze oder diese als nicht akzeptabel verworfen habe. Dazu benutze ich eine White- und eine Blacklist im Excel- Format. Die bereits vorhandenen oder nicht gewünschten Songs werden aus den Aufnahmelisten gelöscht. Alle übrig geblieben Songs werden probeweise gehört und unbeliebte Songs der Blacklist hinzugefügt sowie aus der Aufnahmeliste gelöscht. Anschließend wird jeder noch in der Aufnahmeliste vorhandene Song über die Funktion Bearbeiten im Kontextmenü geschnitten. Danach wird diese Auswahl gespeichert. Das ist zwar ziemlich aufwändig, aber - wie gesagt - ein Hobby. Dafür summiert sich meine Musiksammlung jede Woche um 1- 2 Dutzend neuer Aufnahmen. Nochmal Schritt für Schritt (meine Methode): Aufnahme für alle 4 Sender starten Nach Aufnahmeende die Senderlisten anhand einer White- und Blacklist prüfen, ob die Aufnahmen schon vorhanden sind oder nicht gewünscht werden Die verbliebenen Aufnahmen probeweise hören und die Unerwünschten in die Blacklist eintragen (Titel und Interpret aus dem rechten Fensterbereich kopieren) Die gewünschten Tracks grob schneiden, indem man diese mit der rechten Maustaste anklickt und im Kontextmenü Bearbeiten wählen. Hier kann der Start und das Ende des Songs mittels des Schiebereglers gesetzt werden. Abschließend müssen die Songs noch in einen Ordner der Festplatte kopiert werden. Dazu markiert man alle Songs eines Senders, klickt diese mit der rechten Maustaste an und wählt Speichern unter. MP3 Gain Die aufgenommenen Songs haben häufig unterschiedliche Lautstärken. Die behebt man mit einem Freeware-Programm wie MP3 Gain. Nach Start des Programms lädt man alle zuvor gespeicherten Programme über den Button Dateien hinzufügen . Danach klickt man auf Track Analyse . Das Programm listet die Lautstärke aller Tracks in dB auf. Um die Tracks auf die gleiche Laustärke zu heben oder zu senken, klickt man auf den Button Track-Anpassung. Die Voreinstellung von 89 dB kann man belassen. Eine detaillierte Anleitung findet man unter der deutschsprachigen Hilfe. MP3 Direct Cut Sofern auf den aufgenommenen Tracks doch noch zum Anfang oder Ende des Songs Sprachfetzen vorhanden sind, können diese mit dem kostenlosen Programm MP3 Direct Cut sauber geschnitten werden. Auch das Ein- oder Ausblenden eines Songs ist damit möglich. Nach dem ersten Start des Programms müssen die Einstellungen (Optionen / Einstellungen) konfiguriert werden. Unter Anderem muss ein Encoder eingebunden werden. Nach Start des Programms ruft man einen Song über Datei / Öffnen auf und spielt diesen mit Klick auf den Wiedergabe-Button ab Sprachelemente können nach Stopp mit der linken Maustaste markiert und mit der Taste Entf gelöscht werden. Will man den Song am Ende abblenden, markiert man einen beliebig langen Teil mit der linken Maustaste und wählt im Menü Bearbeiten die Option Pegel Mittels des Schiebereglers nach +0.0 dB kann die Blende individuell eingestellt werden. Man kann aber auch eine automatische Blende verwenden Abschließend muss der Song natürlich noch gespeichert werden Das Programm bietet darüber hinaus vielfältige Optionen. Außerdem eignet es sich zur Aufnahme von analogen Aufnahmen aus dem Radio. Leider existiert keine deutsche Hilfe. Im Internet findet man aber jede Menge deutschsprachiger Anleitungen. Obwohl etwas veraltet (das Layout entspricht nicht dem aktuellen Programm) ist die nachstehende Beschreibung recht umfangreich: www.sonnenuhrenfreunde.ch/p/etj/mp3directcut.doc MP3Tag Ich verwende das ebenfalls kostenlose Programm MP3Tag, um die hinterlegten Informationen zu erweitern und die Liste der aufgenommenen Tracks in meine Black- und White-Listen zu übertragen. Dazu werden alle aufgenommenen und nachbearbeiteten in das Programm eingelesen, markiert und mit einem Klick auf den Button Dateiname - Tag eventuell unvollständige Tags anhand der Informationen aus dem Dateinamen vervollständigt. Außerdem füge ich das Aufnahmejahr und die Rubrik hinzu. Zum Schluß wird die Liste über Datei / Export im CSV-Format exportiert, in der geöffneten Excel-Liste kopiert und in die White-List übertragen. Das ist - wie schon gesagt - recht arbeitsaufwändig, macht aber Spaß. Außerdem kommt man so an eine umfangreiche Musiksammlung. Viel Spaß
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